Freiburg. 65 Religionslehrerinnen und Religionslehrer aus dem Gebiet der Erzdiözese Freiburg haben ihre kirchliche Unterrichtserlaubnis („Missio canonica“) erhalten. Weihbischof Dr. Peter Birkhofer überreichte den Pädagoginnen und Pädagogen im Rahmen einer Eucharistiefeier am Freitag (12.06.) im Freiburger Münster die Urkunden.
In seiner Predigt sagte der Weihbischof: „Religionsunterricht will vermitteln, dass dort, wo der Glaube ist, das System der Welt, der heilige innere Zusammenhalt des Ganzen sichtbar wird, die innere Einheit der Wirklichkeit; eine Weise des Verstehens, die nun eben nicht nur das Viele sich selbst erschafft, sondern die Mitte – die Ganzheit – sieht und damit Wahrheit inne wird.“ Das Bild des heiligen Christophorus auf dem Gottesdienstheft erinnere daran, dass die Religionslehrerinnen und Religionslehrer in den verschiedensten Situationen und Herausforderungen des Unterrichts mit dem Blick auf Jesus Christus, in der Einheit mit ihm die Wahrheit des Lebens erkennen und den Weg in die Zukunft wagen können, weil er unsere Zukunft ist. „Wo Jesus Christus die Mitte unseres Lebens ist, da haben wir festen Boden unter den Füßen und können die Schritte hineinwagen ins Leben“, sagte Weihbischof Dr. Birkhofer.
Zentrale Rolle der Schule angesichts der Herausforderungen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Die Leiterin der Hauptabteilung Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat, Susanne Orth, dankte den Religionslehrkräften für ihren wichtigen Einsatz. Dabei verwies sie auf die Enzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV., in der die zentrale Rolle der Schule angesichts der Herausforderungen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz hervorgehoben wird. Die Schule müsse nicht mit der Geschwindigkeit der digitalen Welt konkurrieren, sondern solle das anbieten, was digitale Angebote allein nicht leisten können: gemeinsame Zeit für das Lernen und verlässliche Beziehungen. „Hierzu leisten Sie als Religionslehrerinnen und Religionslehrer einen wesentlichen Beitrag. Sie erinnern junge Menschen daran, dass ihr Wert nicht von Leistung, Erfolg oder Perfektion abhängt. Sie eröffnen Perspektiven auf Sinn, Hoffnung und Zusammenhalt. Und Sie helfen Schülerinnen und Schülern, die eigene Würde und die Würde anderer Menschen wahrzunehmen und zu achten“, so Orth.
Im Schuljahr 2024/25 unterrichteten auf dem Gebiet der Erzdiözese Freiburg 3.768 katholische Religionslehrerinnen und Religionslehrer. 193.839 Schülerinnen und Schüler besuchten den katholischen Religionsunterricht. Insgesamt gab es in der Erzdiözese Freiburg wöchentlich 20.443 Stunden katholischen Religionsunterricht.
Hintergrund:
Um katholischen Religionsunterricht erteilen zu dürfen, müssen Lehrkräfte vom Freiburger Erzbischof beauftragt werden. Voraussetzungen für die Verleihung der „Missio canonica“ sind unter anderem ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der katholischen Theologie für das Lehramt an öffentlichen Schulen sowie die volle Mitgliedschaft in der katholischen Kirche durch Taufe, Firmung und Eucharistie.
(mf)









