Freiburg. Das Verhältnis zwischen der Theologischen Fakultät und den weiteren Hochschulstandorten für Theologie und Religionspädagogik in der Erzdiözese Freiburg und dem Ordinariat ist hervorragend. Dies zeigte sich beim jährlichen Austausch von Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten mit Erzbischof Stephan Burger, Weihbischof Dr. Christian Würtz und Verantwortlichen der Hauptabteilung Bildung im Ordinariat am Montag, 15. Juni, im Collegium Borromaeum in Freiburg.
Vertreten waren die Theologische Fakultät Freiburg, die Theologischen Institute der Pädagogischen Hochschulen Freiburg, Karlsruhe und Heidelberg, die Katholische Hochschule Freiburg sowie das Institut für Kirchenmusik der Hochschule für Musik Freiburg.
Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden eine Führung durch die Dommusikschule mit dem neuen Domkapellmeister Andreas Mölder. Anschließend standen im Collegium Borromaeum Austausch, Vernetzung und aktuelle Entwicklungen an den verschiedenen Standorten im Mittelpunkt.
Zuwächse an den Pädagogischen Hochschulen
Erfreulich war die Bilanz der Studierendenzahlen: Alle Einrichtungen berichten von stabilen Zahlen in der Katholischen Theologie. Die Pädagogischen Hochschulen verzeichnen sogar Zuwächse. Darüber hinaus wurde deutlich, wie vielfältige Projekte und Kooperationen zur Sichtbarkeit der Theologie im Hochschulkontext beitragen – insbesondere in den Bereichen interreligiöser Dialog und Demokratiebildung.
Erzbischof Burger dankte den Anwesenden für ihren engagierten Dienst in Forschung und Lehre sowie für ihren Einsatz zugunsten der Studierenden. Der Austausch habe einmal mehr gezeigt, wie lebendig, vielfältig und zukunftsorientiert die theologische Bildungslandschaft in der Erzdiözese Freiburg aufgestellt sei.
Der Erzbischof berichtete zudem vom aktuellen Stand der „Kirchenentwicklung 2030“ und der in diesem Zusammenhang zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Pfarreireform. Diese sei weitgehend geglückt.
Auch sei die Bewerbungslage für die kirchliche Studienförderung sehr erfreulich gewesen, 16 hochengagierte und qualifizierte Stipendiatinnen und Stipendiaten wurden ausgewählt. Burger bat die Lehrenden darum, die kirchlichen Fördermöglichkeiten innerhalb ihrer Bildungseinrichtungen bekannt zu machen und gezielt Studierende anzusprechen, die davon profitieren können.
Lange Vakanzen beklagt
Der Erzbischof hob den Dienst der Hochschulen als wichtigen Beitrag für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft hervor. Im Anschluss berichten die Institute der Pädagogischen Hochschulen, der Katholischen Hochschule, die Fakultät und das Institut für Kirchenmusik von ihren Studierendenzahlen und aktuellen Projekten und Entwicklungen. Dabei zeigte sich, dass verschiedene Pädagogische Hochschulen im Fach Theologie an der Kapazitätsgrenze sind.
Die Pädagogische Hochschule Freiburg etwa kann derzeit nicht mehr als 30 Erstsemester im Fach Katholische Theologie / Religionspädagogik aufnehmen. Als weitere Herausforderung wurden im Austausch die Studiengänge Lehramt Sonderpädagogik genannt, für die das Lehrangebot in Theologie/Religionspädagogik neu konzipiert werden müsse. Alle Hochschulen berichteten von langen Verfahren zur Nachbesetzung von Stellen und dadurch langen Vakanzen.
Das Verhältnis von Fakultät und den Instituten zum Erzbischöflichen Ordinariat gestaltet sich sehr gut. Die Hauptabteilung Bildung und Weihbischof Würtz sind in engem und kontinuierlichem Austausch mit den Hochschulen. Regelmäßig trifft man sich zum Jour Fixe, bei diversen Veranstaltungen sowie bei den theologischen Abschlussprüfungen. An nahezu allen Hochschulen werden Studierende mit Studienpreisen der Erzdiözese für herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Dies wird von Lehrenden und Studierenden sehr wertschätzend entgegengenommen.
(asc)










