Prägende Spuren in der Erzdiözese Freiburg hinterlassen
31.07.2026 |
Ehemaliger Freiburger Domorganist Prof. Klemens Schnorr im Alter von 77 Jahren verstorben
Freiburg. Der ehemalige Freiburger Domorganist Klemens Schnorr ist am 29. Juli nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben. Er hinterlässt in der Erzdiözese Freiburg und darüber hinaus prägende positive Spuren. Nach Studienjahren und ersten Tätigkeiten als Kirchenmusiker, Dozent und Lehrbeauftragter für Orgel trat er im Jahr 1991 die Professur für Orgel an der Hochschule für Musik Freiburg an, die er bis 2014 innehatte.
Zu seinen Schülern zählten in dieser Zeit einige Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, die in der Erzdiözese Freiburg heute noch tätig sind – allen voran sind dies Domkapellmeister Andreas Mölder und Münsterorganist Jörg-Josef Schwab, aber auch Bezirkskantor Roman Laub (Villingen), Eiko Yoshimura, Clemens Morgenthaler (beide Freiburg) und Florian Naab (Breisach). Erwähnenswert sind darüber hinaus die ehemalige Münsterorganistin Barbara Kolberg und Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke (Evangelische Landeskirche in Württemberg).
Klemens Schnorr übernahm im Jahr 1998 zusätzlich das Amt des Domorganisten am Freiburger Münster. Dort oblag ihm das Orgelspiel in den Kapitelsgottesdiensten und jährlich die Kuratierung der 15 Internationalen Orgelkonzerte am Freiburger Münster, von denen er regelmäßig einige Konzerte selbst spielte. Seine künstlerische Schaffenskraft ist auf Tonträgern dokumentiert. Die CDs spielte er an den vier Münsterorgeln ein.
Die Veröffentlichung von Beiträgen zu musikwissenschaftlichen und organologischen Themen sowie die Herausgabe von Orgelmusik bei namhaften Verlagen geben Zeugnis von seinem Kenntnisreichtum, aber auch von seiner umfassenden Bildung. Und zeitlebens lag ihm das Schicksal der großen Stumm-Orgel in seiner Heimatstadt Amorbach (Odenwald) am Herzen, an der er auch noch nach seiner Emeritierung noch konzertierte.
(Diözesankirchenmusikdirektor Godehard Weithoff)









