Freiburg. „Sei mutig und stark“ (Jos 1,6) lautet das Motto, unter dem der Monat der Weltmission 2026 in Deutschland steht. Das Päpstliche Hilfswerk missio organisiert im Vorfeld zum Sonntag der Weltmission (25. Oktober) zahlreiche Veranstaltungen rund um das Land Madagaskar und die gesellschaftliche und politische Situation dort. Die Eröffnung des Monats der Weltmission findet am Sonntag (25. September) in Aachen statt, der Abschluss erfolgt am 25. Oktober mit dem Weltmissionssonntag.
Gast aus Madagaskar auch im Erzbistum Freiburg
Im Aktionszeitraum berichtet auch ein Gast aus Madagaskar im Erzbistum Freiburg über seine Erfahrungen. Bischof Luc Olivier Razafitsimialona aus der Diözese Tôlagnaro im Süden Madagaskars wird das Erzbistum Freiburg ab Dienstag (06. Oktober) besuchen und über die Lage in seinem Heimatland berichten. Seit drei Jahren leitet er eine der größten und ärmsten Diözesen Madagaskars. Armut, Wassermangel, Hunger und Dürre prägen seine Arbeit, ebenso wie die weiten Entfernungen vor Ort. Bischof Luc Olivier setzt sich für Bildung, Gesundheit und sauberes Wasser ein - und dafür, dass die Menschen die Hoffnung nicht verlieren.
Am Dienstag, 6. Oktober, ist Bischof Luc Olivier von 19:00 bis 20:30 Uhr bei dem digitalen Impulsabend „Wenn Altes bricht und Neues noch nicht da ist – Was trägt einen Menschen, wenn der Boden unter den Füßen wackelt?“ zu Gast. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen von Umbruch, Hoffnung und die Frage, was Menschen in unsicheren Zeiten trägt. Weitere Informationen: Wenn Altes bricht und Neues noch nicht da ist
Im Bildungszentrum Freiburg wird er am Freitag, 9. Oktober, von 19-21 Uhr die öffentliche Veranstaltung „Madagaskar im Fokus – globale Solidarität gemeinsam gestalten“. Dort berichtet Bischof Luc Olivier aus erster Hand über Wasserknappheit, Rohstoffe, Bildung und die Lebensrealität der Menschen im Süden Madagaskars. Im anschließenden Gespräch geht es darum, wie globale Solidarität und Partnerschaft auf Augenhöhe konkret gestaltet werden können. Weitere Informationen: Madagaskar im Fokus – globale Solidarität gemeinsam gestalten, Fr. 09.10.2026, 19:00 - 21:00
Madagaskar – Leben unter extremen Bedingungen
Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Armut, schwache staatliche Strukturen sowie die Folgen der Klimakrise erschweren den Alltag vieler Menschen. Besonders in ländlichen Regionen fehlen oft grundlegende Infrastruktur und medizinische Versorgung. Wo staatliche Hilfe ausbleibt, übernehmen Ordensfrauen und kirchliche Gemeinschaften Verantwortung. Sie begleiten Familien, betreiben Schulen und Gesundheitsstationen und schaffen verlässliche Anlaufstellen für Menschen in Not.
Ein Schwerpunkt des Weltmissionssonntags 2026 ist die medizinische Grundversorgung. In vielen Regionen Madagaskars sind kirchliche Gesundheitsstationen die einzige Möglichkeit, ärztliche Hilfe zu erhalten. Mit der Kollekte und weiteren Aktionen unterstützt missio dieses Engagement und stärkt kirchliche Partnerinnen und Partner in Madagaskar sowie in vielen weiteren Ländern des Globalen Süden
100 Jahre Sonntag der Weltmission
2026 begeht die Weltkirche den 100. Weltmissionssonntag. Das Jubiläum steht unter dem Leitwort „Eins in Christus, vereint in der Mission“. In Deutschland wird der Weltmissionssonntag traditionell am vierten Sonntag im Oktober begangen, 2026 damit am 25. Oktober. Diese Kampagne ist die größte Solidaritätsaktion von Katholikinnen und Katholiken weltweit. Päpstliche Missionswerke in rund 100 Ländern auf allen Kontinenten sammeln seit 1926 an diesem Tag für soziale und seelsorgliche Arbeit der Kirche in den ärmsten Bistümern der Welt.
Weitere Informationen und Materialien finden Sie unter: www.missio-hilft.de/wms.
(kas)










