Knapp 300 Kinder feierten Kar- und Ostertage in Villingen
Zum dritten Mal fand die Familienkirche von Palmsonntag bis zur Osternacht statt. In diesem Jahr war ein besonderer Vogel zu Gast und feierte gemeinsam mit den Familien in St. Fidelis in Villingen.
Es war für viele Kinder im Vorfeld nicht die Frage, ob die Familienkirche in diesem Jahr stattfindet, sondern wo und vor allem, welches Tier zu Gast sein wird.
Der bunte Vogel unterhält sich mit Pfr. Thomas Mitzkus über die Bedeutung der Palmen am Palmsonntag.
Am Palmsonntag wurde das Geheimnis gelüftet: ein besonderer Vogel begleitete die knapp 300 Kinder bei der diesjährigen Familienkirche in St. Fidelis. Je nach Stimmung änderte sich die Farbe seines Federkleids.Alles begann in bunt; „Hosanna“, riefen die Kinder mit den Menschen damals und der Vogel hatte seine Freude an den bunten Palmen, die schon so viel von der Geschichte der nachfolgenden Tage erzählen. Das Nachdenken über die kommenden schwereren Tage führte zur Veränderung seiner Federn – sie wurden grün.
Bei der Mahlgemeinschaft freute sich der Vogel mit dabei zu sein und verteilte bunte Federn.
An Gründonnerstag und Karfreitag gab es wieder jeweils eine Feier für jüngere Kinder und für Kinder ab der Grundschule. Die Inhalte wurden altersgerecht umgesetzt und so erlebten beispielsweise die Jüngeren die Mahlgemeinschaft des Gründonnerstags auf dem Boden sitzend im Kreis, während die Älteren an einer Tafel in Kreuzform Elemente einer Pessachfeier feierten. Die Farbe des Vogels änderte sich im Laufe der Feiern von grün nach blau.
An Karfreitag legten auch die Kleinsten Belastendes in Form von Papierknäuel ins Kreuz.
Während des Kreuzwegs am Karfreitag wurde der Vogel violett, düster wie die Stimmung insgesamt an diesem Tag. In beiden Gruppen wurden Teile des Kreuzwegs Jesu angeschaut und mit dem Alltag der Kinder verbunden. Die Jüngeren zerknüllten ein Blatt Papier als Symbol für unschöne Gefühle und legten diese Papier-Knäuel in das Kreuz, welches sie selbst den Kreuzweg über mitgetragen hatten. In Analogie zu den Soldaten, die das Los um Jesu Gewand warfen, schnitten die Älteren eine alte Albe in Stücke und hängten diese symbolisch an ein Kreuz, das „so groß und schwer wie das von Jesus“ war, so ein Teilnehmer.
Höhepunkt der Feiern war die gemeinsame Osternacht. Draußen am Feuer suchte das ein oder andere Kind den Vogel vergeblich.
Erst nicht zu sehen, kam der Vogel in strahlendem Weiß von der Empore "geflogen".
Nach der Segnung von Osterfeuer und Osterkerze zogen knapp 200 Kinder mit ihren Familien in die Kirche ein. Nach dem gesungenen Osterlob entdeckten die Kinder auch den Vogel wieder, der auf der Empore Platz genommen hatte. Sie staunten nicht schlecht: er war strahlend weiß. Der Neuanfang der Osternacht wurde im weißen Federkleid sichtbar und auch die Symbolik des weißen Taufkleids wurde aufgenommen. Seine bunten Federn bekam der Vogel beim Gloria wieder.
Entsprechend der sich verändernden Farben des Vogels legten die Verantwortlichen um Diakon Markus Kreutz, Karin Matthäus (pastorale Mitarbeiterin) und Veronika Kreutz einen Schwerpunkt auf die Lichttechnik. Von Palmsonntag bis zur Osternacht erstrahlte die Kirche in denselben Farben wie der Vogel, von bunt über grün, blau und violett hin zu weiß und am Ende wieder bunt.
Ein herzliches Dankeschön geht an die insgesamt 30 Erwachsenen, die an der Vorbereitung und Durchführung der Familienkirche 2026 beteiligt waren und den Kindern und Familien eine Möglichkeit gaben, altersentsprechend die Kar- und Ostertage zu erleben und zu feiern.
Zum Abschluss der Osterzeit wird der Vogel an Pfingsten noch einmal zu Besuch nach St. Fidelis kommen. Herzliche Einladung zum Mitfeiern am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, um 10.30 Uhr.
Ein besonderer Vogel kam über St. Fidelis geflogen und hatte sichtlich Interesse an dem, was hier passiert.
Der rote Teppich hatte es dem Vogel genauso angetan wie die Palmen.
Der Vogel unterhält sich mit Pfr. Thomas Mitzkus über die Bedeutung der Palmen.
Der Vogel hatte seine Freude an der Mahlgemeinschaft an Gründonnerstag und verteilte bunte Federn.
Die jüngeren Kinder (bis ca. 6 Jahre) erlebten die Mahlgemeinschaft in einem großen Kreis auf dem Boden.
Kerzen symbolisierten das Hier-Bleiben und Wachen im Garten während die Kinder selbst nach Hause gingen.
Die älteren Kinder (ab ca. 7 Jahren) erlebten Teile einer Pessachfeier.
Am Ende war der Altarraum leer und die Kerzen der Kinder blieben symbolisch mit Jesus, um zu beten.
Ein kleiner Kinderchor unterstütze die Feiern der jüngeren Kinder.
Mit dem Tod Jesu am Ende des Kreuzwegs erlosch auch die Osterkerze aus dem vergangenen Jahr.
In Form von Papier-Knäuel brachten auch die Kleinsten Schweres ans Kreuz.
Kreuzverehrung bei den älteren Kindern.
Mit Licht wie Feuer im Hintergrund erklingt das Osterlob in der voll besetzten Kirche.
Zunächst nicht zu sehen, kam der Vogel in strahlendem Weiß von der Empore "geflogen".
Der Vogel und Diakon Markus Kreutz unterhalten sich über die helle Farbe weiß, die alles in neuem Licht erstrahlen lässt.
Am Ausgang bekamen alle Kinder einen Erinnerungsbändel und das Osterlicht.
Nach der Osternacht ließen die Familien das Fest beim gemeinsamen Grillen am Feuer nachklingen.