
Eine sehr bereichernde Verbindung in Gedanken, Gebeten, mit persönlichen Besuchen und kulturellem und sozialem Austausch. Die Münstergemeinde Villingen und die Pfarrgemeinde San Pablo/ Ocongate pflegen seit 1986 partnerschaftliche Beziehungen.
40 Jahre Partnerschaft- Feiern Sie mit uns

Wir freuen uns über Ihre Beteiligung an folgenden Programmpunkten des Jubiläums:
Samstag, den 13. Juni um 18:30 Uhr im Münster ULF
Festgottesdienst
mit Pater Fabian SJ und Pater Aníbal SJ
Joserra und Karem
Samstag, den 13. Juni um 19:30 Uhr in der Aula der St. Ursula-Schulen
Unsere Gäste erzählen aus Ocongate
Unsere Gäste erzählen von ihrer Arbeit und von den aktuellen Lebensbedingungen in Ocongate
Sonntag, den 14. Juni ab 10:30 Uhr am Spechtloch bei Unterkirnach
Spechtlochfest
Gelegenheit um mit den Gästen aus Peru ins Gespräch zu kommen
Montag, den 15. Juni um 18 Uhr in der Johanneskirche
Ökumenisches Friedensgebet
mit den Gästen aus Peru

Seit Beginn unserer Partnerschaft vor 40 Jahren hat Pater Antonio die Gemeinde San Pablo in Ocongate geleitet. In den ersten Jahrzehnten war er wochenlang zu Fuß unterwegs, um alle kleinen Comunidades, in zu der großen Gemeinde gehören, wenigstens einmal im Jahr zu besuchen und dort die Taufe und andere Sakramente zu spenden. Inzwischen ist er weit über 80 Jahre und gesundheitlich so angeschlagen, dass er nicht mehr in der großen Höhe von über 3600 m in Ocongate leben kann. Sein Nachfolger ist Pater Fabian (s. Foto), ein 1982 in Peru geborener Jesuit, der auch noch andere Aufgaben übernommen hat. So ist er auch Prior der Jesuitengemeinschaft der Provinz Quispicanchi. Um die Seelsorge und Gemeindeleitung zu gewährleisten steht ihm Pater Aníbal zur Seite.
Wir freuen uns, dass beide die Partnerschaft mit der Münstergemeinde schätzen und pflegen.

Der Distrikt Ocongate liegt auf 35500 - 4500 m Höhe in der Provinz Quispicanchi im Andenhochland von Peru. Der Hauptort ist Ocongate mit mehr als 3000 Einwohnern und insgesamt rund 20.000 Einwohnern im gesamten Distrikt Ocongate, die sich auf viele kleine Weiler (Comunidades) mit jeweils wenigen Hundert Einwohnern verteilen. Mit zur Pfarrgemeinde gehört auch der Nachbardistrikt in Richtung Regenwald namens Marcapata. Die Region liegt an der Baumgrenze und in großen Teilen oberhalb der Vegetationsgrenze. Die Äcker sind karg und können in der Regel nur alle sieben Jahre bepflanzt werden und ausschließlich mit Kartoffeln. Das führt auch auf Grund der Armut zu Fehl- und Mangelernährung der indigenen Bevölkerung. Muttersprache der Campesinos ist Quechua und damit sind die Kinder der indigenen Bevölkerung von der auf Spanisch ausgerichteten staatlichen Bildung weitgehend ausgeschlossen.
Die Pfarrgemeinde der Provinz Quispicanchi werden von den Jesuitenpadres der Comunidad Urcos betreut, deren Prior Padre Fabian (s.o.) ist. Die Gemeinschaft der Jesuiten tut sehr viel, um die Lebensbedingungen der Campesinos zu verbessern. Dazu gehört die Unterstützung einer besseren, zweisprachigen Schulbildung in verschiedenen Primar- und inzwischen auch Sekundarschulen, ein gesundes Frühstück und Mittagessen in diesen Projektschulen und im Comedor der Pfarrgemeinde für die indigenen Schülerinnen und Schüler der übrigen staatlichen Schulen, Hausaufgabenbetreuung in der Muttersprache, landwirtschaftliche Projekte für eine bessere Ernährung und tragfähige wirtschaftliche Grundlage.
Joserra (Bild unten) hatte bereits in den 90ern ein Kinderheim für Waisen und traumatisierte oder misshandelte Kinder in Ocongate gegründet. Inzwischen sorgt er in einem zweiten Heim in Cusco dafür, dass sie eine gute kirchliche Sekundarschule besuchen und dort einen so guten Abschluss machen können, dass sie ein staatliches Stipendium erhalten,um studieren oder eine Ausbildung aus eigener Kraft machen zu können.
Sozialpädagoginnen und Rechtsanwältinnen übernehmen akute und präventive Aufgaben in den Pfarrgemeinden gegen Gewalt und Ausbeutung der indigenen Bevölkerung und besonders der Frauen und Mädchen. Sie betreiben Aufklärung gegen Zwangsprostitution und stehen schwangeren Frauen und jugendlichen Müttern in misslichen Situationen bei.
Die Gruppe trifft sich normalerweise alle 6 Wochen mittwochs um 20 Uhr.
Neue Mitarbeiter/innen sind immer herzlich willkommen. Weitere Informationen unter 07721/1666
Wir freuen uns sehr, dass durch die Mithilfe vieler Menschen aus Villingen diese umfassenden Aufgaben bis jetzt bewerkstelligt werden konnten und bitten Sie auch in Zukunft um Ihr Gebet und Ihre finanzielle Unterstützung.
Spendenkonto:
Roemisch katholische Kirchengemeinde im Quellenland
BIC: GENODE61OG1
IBAN: DE62 6649 0000 0038 5024 25
Verwendungszweck: Spende Ocongate, Str., Hausnr., PLZ









